Zu Dr. Koenigs aktuellen Terminen gehören Auftritte, Projekte/Tourneen und/oder Aufnahmen mit Gruppen: Archipelago Aachen, Capella Augustina, Collegium 1704, English Baroque Soloists, Harmonie Universelle, Helsinki Baroque, L'arte del mondo, Millenium Orchestra, La Stagione, Auftritte in Thailand und ein Dokumentarfilmprojekt mit Premiere auf dem IDRS-Kongress 2024, Auftritte mit ihrem klassischen Fagott-Trio l'éléphant bleu sowie zahlreiche kleinere Projekte und Lehrtätigkeiten.

Theresa Koenig möchte Brücken zwischen der Musik der Vergangenheit und unserer Gegenwart bauen. Ihr Drang, den Status quo zu hinterfragen, und ihre unendliche Neugierde führten sie zunächst zum Fagott und dann zur Alten Musik.

Dr. Koenigs musikalisches Leben begann im Alter von 12 Jahren in der Stadt Vista, Kalifornien. Sie hatte begonnen, Klarinette zu lernen, aber ihre Neugierde wurde geweckt, als man ihr sagte, dass das Fagott das am schwierigsten zu beherrschende Blasinstrument sei, und im Alter von 13 Jahren hatte sie die Gelegenheit, mit dem Fagott zu beginnen.

Die junge Theresa, die schon immer gerne recherchierte, fand in der Bibliothek zwei Bücher über das Fagott, die leider (oder vielleicht zum Glück) in den 1970er Jahren geschrieben wurden. Diese beiden Bücher bestärkten sie in ihrer Entschlossenheit, das Instrument zu beherrschen, denn sie legten nahe, dass Frauen aufgrund ihrer wesentlich kleineren Finger und Lungenkapazität kein Fagott spielen sollten. Schnell konzentrierte sie sich auf die Musik als ihren Berufswunsch, und mit 18 Jahren gab sie als Gewinnerin eines Wettbewerbs ihr Solodebüt mit dem Milwaukee Symphony Orchestra.

Dr. Koenig erwarb ihren Bachelor-Abschluss an der Indiana University, wo sie bei Kim Walker studierte. Für ihr Junior-Recital erhielt sie das prestigeträchtige Performer's Certificate, eine Auszeichnung, die nur selten verliehen wird und noch seltener an eine Junior-Studierende geht. Sie setzte ihr Studium an der Indiana University bei Professor Walker fort und schloss ihr erstes Masterstudium in Fagott mit dem Nebenfach Dirigieren ab. Während dieses Studiums gab sie eine Soloaufführung des Hummel-Konzerts und ging mit dem Ensemble für Neue Musik der IU auf Tournee.

Danach erhielt Dr. Koenig das Paul-Collins-Stipendium, um ihren Doktortitel in Performance mit dem Nebenfach Musikwissenschaft zu erwerben. Sie studierte bei Marc Vallon an der Universität von Wisconsin-Madison. Während dieser Zeit gewann sie mit ihrer Pianistin Diane Schapiro den Irving-Shaine-Duowettbewerb. Darüber hinaus war sie während ihrer Promotion Lehrassistentin bei Professor Vallon, gründete ein Holzbläserquintett und nahm Kompositionsunterricht bei Professor Les Thimmig.

Die Entscheidung für ein Fagott und einen Karriereweg war nicht genug. 2010, während ihrer Doktorarbeit, begann Dr. Koenig ihre Reise mit historischer Fagotte und versuchte sich an Schalmeien, Dulzianen und Blockflöten. Nachdem sie ihren Platz gefunden hat, an dem sie sich am wohlsten fühlt, nämlich im Bereich der Alten Musik, tritt sie nun ausschließlich auf historischen Fagotten auf: Dulzian, Barock, Klassik und Romantik, aber gelegentlich sieht man sie auch mit einer Blockflöte (und es gibt Gerüchte über Oboe). Dr. Koenig ist zutiefst davon überzeugt, dass die Musik der Vergangenheit eine wichtige Rolle in unserem modernen Leben spielt und dass sowohl das Aufführen als auch das Hören von Musik ein Mittel zur Verbindung, Veränderung und Heilung sein kann.

Dr. Koenig hat ihr Leben noch komplizierter gemacht, als sie 2015 nach Deutschland zog. Sie lebt jetzt in Brühl, Deutschland, zwischen Köln und Bonn. Dr. Koenig tritt international in großen und kleinen Ensembles auf und ist am glücklichsten, wenn sie bei Aufführungen und Projekten mitwirken kann. In den USA trat sie mit Ensembles wie der Chicago Baroque Band, dem Lyra Baroque Orchestra und der Piffaro Renaissance Band auf, leitete das Winds of Wisconsin Recorder Ensemble und unterrichtete bei mehreren Festivals für Alte Musik. Nach ihrer Promotion studierte sie inoffiziell bei Michael McCraw (Fagotte und Blockflöten) und offiziell bei Györgyi Farkas (Fagotte) und begann ihren zweiten Masterstudiengang bei Frau Farkas in Leipzig. Zuletzt absolvierte sie ihr Habilitationsstudium im Fach Alte Musik an der Universität der Künste Berlin bei Christian Beuse.

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